Vorbereitung ist alles

Sie haben sich also dazu entschieden mit ihrem Stubentiger zu Clickern. Was jetzt zählt ist die Vorbereitung. Ich empfehle einen Trainingsplan in dem sie auflisten was sie mit Ihrer Katze erreichen wollen. Auch ein Trainingstagebuch kann helfen. Hier kann man beispielsweise hineinschreiben was gut geklappt hat, was man verbessern sollte (auf beiden Seiten) und wonach einem noch so der Kopf steht.

Den richten Ansporn finden.

"Mammuts stellen sich nicht tot"

"Aber für ne Erdnuss würdest du´s tun, stimmts?"

*Ice Age 2*

Dieser Spruch aus "Ice Age 2 - jetzt taut´s" triffts auf den Punkt. Sie brauchen DAS besondere Leckerli um ihre Katze überreden zu können etwas zu tun was sie sonst nicht tun würde. Das kann ein Katzenleckerli sein - muss es aber nicht! Es kann auch ein Stückchen Putenwurst, ein Klecks Sahne oder ein Stückchen Butter sein. Probieren sie aus worauf ihre Katze am meisten "abfährt". Bei uns waren es zu beginn Katzenstangen vom Netto. Doch nach ein paar "Sitzungen" fand Heidi das es sich nicht mehr lohnte dafür etwas zu machen. Also musste ich mir was anderes überlegen. Ich probierte es mit Malzpaste aber die gabs ja Abends sowieso. Warum also etwas dafür tun? Sie schaute mich richtig mitfühlend an als ich mit immer anderen Leckerlis angeschippert kam doch dann wusste ich plötzlich womit ich meine Lady aus der Fassung bringen konnte: Zart gegrillte Putenwurst. Heidi kann das ab doch bei Katzen mit empfindlichen Magen sollte man mit "Menschenessen" vorsichtig sein. Tipp: Bei Katzen die keinen Zugang zu Trockenfutter haben kann auch dieses sehr attraktiv sein. Einfach mal ausprobieren.

Es muss nicht immer Fressi sein

Bei sehr verspielten Katzen kann auch die Lieblingsmaus oder das Lieblingsspielzeug verlockend sein. Bei meinen hat das jedoch nie geklappt. Die wollten einfach nur Fressen ;)

Was brauch ich den zum Clickern?

Geduld, Motivation, Geduld und Ausdauer ;) sagte ich Geduld schon? Ich wollte natürlich auch das meine Katzen gleich am zweiten Tag wie James Bond einen Martini bestellen können (geschüttelt - nicht gerührt) aber das klappt leider nicht. Deswegen ist Geduld wirklich das wichtigste. Verlangen Sie nicht zu viel von ihrem Stubentiger.

An Material brauchen sie: Einen Klicker (Ach was) das kann auch ein Knackfrosch aus Kindertagen geben. Im Internet oder im Futterhaus finden sie jedoch viele verschiedene Klicker (wenn sie in der Katzenecke nicht fündig werden- versuchen sie es bei den Hunden ;) ) In vielen Büchern wird ein Traget Stab empfohlen mit dem Sie die Katze führen können. Hierzu eignet sich allerdings auch gut der Stock einer Spielangel.

Der Trainingsplan

Wie schon zuvor erwähnt lohnt sich ein Trainingsplan.

Der könnte zum Beispiel so aussehen:

Einheit 1 – Kommandos die Spaß machen

Kommando 1: „Sitz“

Stufe 1: Heidi setzt sich -> Klick -> Leckerli ☺√

Stufe 2: Heidi sitzt zuverlässig länger als 5 Sekunden -> Klick -> Leckerli ☺√

Stufe 3: Heidi sitzt auch unter Ablenkung länger als 5 Sekunden -> Klick -> Leckerli ☺√

Stufe 4: Hand Kommando einführen: Finger Ausgestreckt nach oben ☺√

Stufe 5: Handkommando + Wordsignal „Sitz“ ☺√

Kommando 1 ist komplett abgeschlossen wenn alle Stufen erreicht sind und Heidi zuverlässig auf „Sitz“ reagiert.

Ich habe also in meinem Trainingsplan jedes Kommando in kleine Stufen zerlegt. Damit fahre ich sehr gut und es macht mir Spaß hinter abgeschlossene Übungseinheiten ein Häkchen zu setzen. Ein Trainingsplan hilft vor allem Anfängern überhaupt Struktur in den Klickeralltag zu kommen.

Das Klickertagebuch

Mir persönlich hilft auch mein Klickertagebuch. Ich trage ein was genau ich mit meiner Katze trainiert habe. Was gut geklappt hat, was weniger gut war (von meiner Seite und von ihrer) und was ich das nächste Mal verbessern möchte. Hier ein kleiner Auszug aus meinem Tagebuch:

"Ich werde mit dem Kommando „Sitz“ anfangen da es für viele folgende Übungen eine gute Grundlage ist wenn Heidi sitzt. Zum Beispiel für das „Pfötchengeben“

Gerade habe ich doch mit Heidi das „Sitz“ Training Angefangen. Sie war sehr unruhig weil sie das Leckerli vorher schon gesehen hatte. Ich muss auch früher mit dem Klick kommen wenn sie die Gewünschte Bewegung ausführt. Die ersten Male hat sie versucht mit den Klicker aus der Hand zu schlagen ;-) aber nach ca. 3 mal wusste sie das sie schneller an ihr Leckerchen kommt wenn sie sich hinsetzt.

Gut gemacht:

Heidi versteht sehr schnell, dass sie sich hinsetzen muss wenn sie das Leckerli will. Nach ein paar Mal führt sie das Kommando schnell und sicher aus.

Verbessern:

Ruhigere Umgebung schaffen

Heidi die Leckerli nicht vorher zeigen

Schneller Klicken."

 

 

 

Kostenlose Homepage von Beepworld
 
Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist ausschließlich der
Autor dieser Homepage, kontaktierbar über dieses Formular!